Römisches Forum Waldgirmes e.V.
© Förderverein Römisches Forum

Tagesexkursion 2014 nach Köln

Samstag, dem 26. Juli 2014, in die Römerstadt Köln. Wer in Köln im Boden gräbt, stößt früher oder später auf römische oder mittelalterliche Schätze. Das 1946 eröffnete Römisch-Germanische Museum, zentral im Schatten des Kölner Doms am Roncalliplatz gelegen, schöpft aus dem archäologischen Erbe der Stadt und ihres Umlandes von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Im Römisch-Germanischen Museum begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise in die römische Garnisonsstadt am Rhein. Römische Architekturteile, Inschriften, Porträts oder Keramik vermitteln eine Vorstellung der Stadtentwicklung des römischen Köln vom Zentralort der germanischen Ubier zur Stadt römischen Rechtes und Hauptstadt der kaiserlichen Provinz Niedergermanien. Das Museum beherbergt europäische und rheinische Urgeschichte, römische Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte, angewandte Kunst der Antike und der europäischen Völkerwanderungszeit sowie fränkische Funde aus Köln und dem Rheinland. Am Nachmittag führt uns eine sehr interessante Exkursion in die „Kölner Unterwelt“, bei der ebenfalls römische Spuren zu entdecken sind.

Tagesfahrt 2013 nach Haltern am See

Zahlreiche Ergebnisse aus über 100 Jahre archäologischer Forschung erwarteten uns, zusammengefasst im Römermuseum in Haltern. Voller Spannung betraten wir, die Exkursionsgruppe des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes e.V., nach dreistündiger Busfahrt das Museum, was gut sichtbar aber doch integriert in die Landschaft auf einem Hügel oberhalb der Lippe stand. Genau dort, wo etwa zur gleichen Zeit wie zur römischen Stadtgründung in Waldgirmes, also vor Christi Geburt, das gewaltige römische Militärlager errichtet wurde. Zwei Spitzgräben in der Erde vor dem Eingang gaben einen ersten Eindruck davon, wie römische Legionäre ihr Militärlager schützten. Haltern galt als Schaltzentrale der römischen Macht im rechtsrheinischen Germanien. Von hier aus planten die römischen Herrscher die Eroberung des gesamten Gebietes. Dem Statthalter „Varus“ war in Haltern unter anderem die 19. Legion unterstellt. Innen begrüßte uns „Fenestela“. Gekleidet wie ein römischer Legionär der 19. Legion führte er einen Teil unserer Reisegruppe durch das Museum. Die andere Hälfte unserer Gruppe erfuhr alle historischen Begebenheiten von „Cynthia“, einer römischen Schankwirtin, die um Christi Geburt nahe dem Legionärslager eine Taberna führte. Während der Themenführung erzählte Fenestela uns seine persönliche Geschichte, die weitab in Germanien begann, in Haltern spielte und nach seinen Vorstellungen in Südfrankreich enden sollte. Fenestela erklärte die Funde aus seiner Sicht, erzählte von seinen Strapazen als Soldat, von den Hauptaufgaben Marschieren, Kochen und der unangenehmen Aufgabe als Rekrut, die stillen Örtlichkeiten zu säubern. Er erklärte, wo Schmiede, Ärzte und Handwerker im Lager untergebracht waren. Die Töpfer jedoch mussten vor den Toren des Lagers ihre Werke erstellen, aufgrund der hohen Brandgefahr. Während Fenestela von seinem Sold erzählte, den er versteckte, um für seine Pension zu sparen, weihte Cynthia die andere Gruppe in die römische Kleidung ein. Sogar eine Tunika durfte anprobiert werden. Sehr anschaulich verpackt in diese persönlichen Geschichten erfuhren alle 38 Besucher die Einzelheiten über das Legionärslager Haltern. Und die Figuren waren nicht frei erfunden. Dass z.B. Fenestela wirklich als Legionär in Haltern Dienst hatte geht aus Aufzeichnungen aus dem Lager hervor. Ebenso durch den Fund seines Grabsteins in Südfrankreich auf dem geschrieben stand: „M. Crassus Fenestela, Soldat der 19. Legion“. In Haltern ist derzeit ein Römerpark geplant, im Jahr 2014 soll er in unmittelbarer Nähe zum Museum gebaut werden. Für die Teilnehmer der Exkursion ist der Ausflug ein Ausblick in die Zukunft gewesen. Zwar ist die Verwirklichung des archäologischen Parks in Waldgirmes aus Kostengründen in ferne Zeiten gerückt, doch soll der Bau eines Präsentationsgebäudes am Römischen Forum zeitnah verwirklicht werden. Doch das ist eine andere Geschichte.

Tagesfahrt 2012 nach Kalkriese

Die diesjährige Exkursion führte 38 Mitglieder des Fördervereins Römisches ForumsWaldgirmes e.V. und Gäste nach Kalkriese, dem mutmaßlichen Ort der Varus-Schlacht. Bereits früh um sieben Uhr ging die Fahrt mit einem modernen Reisebus in Richtung Norden. Gegen 11 Uhr war das Reiseziel bei Osnabrück erreicht. Während eines zweistündigen Aufenthalts im Museum wurde durch zwei historisch sehr fachkundige Führer die Bedeutung der geschichtsträchtigen Stätte erklärt. In Kalkriese wird das Varus-Schlachtfeld vermutet, bei der im Herbst des Jahres 9 n. Chr. der römische Stadthalter und Feldherr Varus drei Legionen mit Hilfstruppen und Tross von Osten kommend in Richtung Rhein führte. Auf dem Weg wurde er an einer Engstelle von germanischen Kriegern unter der Führung von Arminius angegriffen und vernichtend geschlagen. Nur wenige Römer haben dieses Gemetzel überlebt. Kaiser Augustus hatte dadurch die Hälfte seiner Rheinlegionen verloren und soll im fernen Rom ausgerufen haben: „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder“. Im Jahr 16 n. Chr. zog dann der römische Feldherr Germanicus zum Schlachtfeld, um dort nach den verlorenen Legionszeichen zu suchen und die getöteten Kameraden beizusetzen. Im Jahr 1875 war bei Detmold das Hermannsdenkmal zum Gedenken an diese Schlacht errichtet worden, obwohl es keinerlei Hinweise darauf gab, dass dort wirklich ein Kampf stattgefunden hatte. Bereits zehn Jahre später vermutete der Wissenschaftler Theodor Mommsen aufgrund von Münzfunden bei Kalkriese, dass es hier zur Schlacht gekommen sei. Lange Jahre wurde nicht weitergeforscht. Erst im Jahre 1987 begann der englische Offizier Tony Clunn das Gebiet in der „Kalkrieser-Niewedder-Senke“ systematisch abzusuchen. Zunächst fanden sich Münzen und ein Jahr später wurden die ersten Schleuderbleie entdeckt.Aufgrund dieses Befundes begann man in dem Gebiet zu graben und fand vor allem römische Metallteile von Rüstungen, Münzen, Werkzeug und viele Stiefelnägel verteilt auf einer Strecke von 10 km.Zu den bekanntesten Funden zählt wohl die eiserne Maske eines römischen Reiterhelms. Gefunden wurden auch Knochengruben, in denen Menschen- und Tierknochen lagen, die vor der Bestattung längere Zeit an der Erdoberfläche gelegen haben. Sie zeigten neben Witterungseinflüssen auch Verbiss-Spuren von Tieren.Die Menschenknochen, die Kriegsverletzungen aufwiesen, stammten fast ausnahmslos von jungen Männern. Es darf vermutet werden, dass es sich bei diesen Gruben um die Bestattungen durch Germanicus handelt. Nach einem Mittagessen im Gasthaus „Varus-Schlacht“ konnten die Exkursionsteilnehmer noch einmal auf eigene Faust das Museum und das Freigelände erkunden. Noch immer gibt es gegenteilige Meinungen unter den Archäologen, ob es sich in Kalkriese um das tatsächliche Schlachtfeld der Varus-Schlacht handelt – interessant und empfehlenswert ist ein Besuch dort auf jeden Fall. Voller neuer Eindrücke und Informationen machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg und kam um 19 Uhr in Waldgirmes an.

Tagesfahrt 2011 ins Pompejanum Aschaffenburg und zum Glauberg

Die Vereinsexkursion (Tagesfahrt) des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes e.V. führte Mitglieder und Gäste am Samstag, dem 30. Juli 2011, zum Pompejanum nach Aschaffenburg und in die Keltenwelt des Glaubergs (mit Führung durch das neue Museum)

Fahrt zur Himmelsscheibe von Nebra im Juli 2010

Die diesjährige Exkursion des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes e.V. führte die Mitglieder und zahlreiche Gäste zum Besucherzentrum „Arche Nebra“ und ins Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte nach Halle. Bereits früh um 6.30 Uhr ging es im modernen Reisebus der Fa. Gimmler in Richtung Osten. Gegen 11.00 Uhr wurde die moderne „Arche Nebra“ in der Nähe des Fundortes der Himmelsscheibe von Nebra erreicht. Bei einer Führung erhielt die Reisegruppe interessante archäologische und astronomische Informationen zur Bedeutung der Himmelsscheibe und der Kultur der Bronzezeit. Besonders informativ war der Besuch des Planetariums, in dem die Gruppe in einer 3D-Animation durch den Raum und die Zeit der Himmelsscheibe reiste, die weltweit die älteste Himmelsdarstellung des Kosmos ist. Sie wurde aus Bronze geschmiedet und im Laufe der Zeit noch mehrmals um astronomisches Wissen ergänzt und verändert. Die Himmelsscheibe bildet somit den ältesten Nachweis eines vielschichtigen mythischen Weltbildes in Europa. Vor ca. 3600 Jahren wurde die Himmelsscheibe sorgfältig mit zwei Schwertern, Armreifen und Meisel aus Bronze als Hort an die Götter vergraben. 1999 wurde der „Schatz“ von Raubgräbern entdeckt. Erst im Jahr 2002 konnte der illegale Fund an das Landesamt für Archäologie des Landes Sachsen-Anhalt übergeben werden, nachdem die Kunsthändler, die von den Raubgräbern die Fundstücke kauften und diese weiterveräußern wollten, festgenommen worden waren. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Halle ins Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte. In einer spannenden Führung erfuhren die Exkursionsteilnehmer in einer Zeitreise von der Altsteinzeit bis zur Bronzezeit viel über das Leben unserer Vorfahren, ihre Bestattungsriten und über die Entwicklung des Handwerks über die Jahrtausende. Am Ende der Führung konnte schließlich das Original der Himmelsscheibe bestaunt werden. Bis zur Abfahrt des Busses war dann noch Zeit, die Sonderausstellung des Museums „Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa“ zu besuchen. Gegen 21.00 Uhr kam die Gruppe nach über 700 gefahrenen Kilometern und vielen neu gewonnen Eindrücken wieder in Waldgirmes an. Der Vorsitzende Wilfried Paeschke dankte dem Geschäftsführer des Fördervereins, Peter Schepp, für die wieder einmal hervorragend organisierte Exkursion und dem Busfahrer, Herrn Schönherr, der Fa. Gimmler, für die sichere und pünktliche Fahrt.

Fahrt nach Xanten 2009

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Tagesfahrten

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In diesem Jahr führte die Jahresfahrt des Fördervereins Römisches Forum seine Mitglieder und Gäste zu "Roms vergessener Schlacht" in der Nähe von Bad Gandersheim am Harz. Die Römerschlacht am Harzhorn ist erst 2008 in das Blickfeld der Archäologen gerückt. Berichte über dieses Ereignis aus der Zeit von Severus Alexander (222-235) bzw. Gaius  Julius Verus Maximinus Thrax (Kaiser von 235-238) existieren nicht, so dass sich das Geschehen lediglich über gut erhaltene Fundgegenstände auf dem Vogelberg bei Kalefeld erschließen lässt. In Empfang genommen wurden wir von mehreren ehrenamtlichen Mitarbeitern des kleinen, aber feinen, neuen Besucherzentrums. Dies wurde schon wenige Jahre nach den archäologischen Befunden am Ort des Geschehens errichtet. Bei einer über einstündigen Powerpoint-Präsentation erfuhren wir viel wissenswertes über das Geschehen zwischen Römern und Germanen. Der guerillaartige Überfall der Germanen auf den Tross einer römischen Armee von bis zu 6.000 Mann erschließt sich dem Besucher durch die gemachten Funde und Fundorte. Teile des Ablaufes verbleiben allerdings auf Grund fehlender Berichte im Bereich der Spekulation. Nach der Präsentation begaben sich die Mitglieder in zwei Gruppen auf eine fast zweistündige Erkundung auf den heute dicht bewaldeten Vogelberg. Stelen und verschiedenfarbige Fähnchen  markieren dort Orte und vermutete Abläufe der Auseinandersetzung, so dass man sich ein ungefähres Bild von den Ereignissen vor1.800 Jahren machen konnte. Nach einem späten Mittagessen in einem nahe gelegenen Gasthof ging es zurück an "Roms Stadt an der Lahn".
Besucherzentrum Harzhorn Karte der Römerschlacht am Harzhorn Markierungen von Geschosseinschlägen

Tagesexkursion 2017 zur Römerschlacht am Harzhorn